Pflegebedürftige verbringen – je nach Pflegegrad und individuellen Einschränkungen – nicht nur die Nacht, sondern auch einen Großteil des Tages im Bett. Die Qualität der Matratze hat daher eine überragende Bedeutung. Meist werden Matratzen gewählt, die speziell auf den Einsatz in der Pflege ausgelegt sind und sich von einer „normalen“ Matratze in vielerlei Hinsicht unterscheiden.
Was ist eine Pflegematratze – und worin unterscheidet sie sich?
Eine Pflegematratze eignet sich für eine Liegedauer von bis zu 24 Stunden (also dauerhaft im Einsatz) und ist einfach zu reinigen. Darüber hinaus ist sie oft auf die Anforderungen bestimmter Krankheitsbilder abgestimmt. Sie hat ein geringes Gewicht, was pflegenden Angehörigen oder dem ambulanten Pflegedienst die Handhabung erleichtert – etwa das Reinigen, Wenden oder Frisch-Beziehen.
Immer die passende Lösung – Pflegematratze bei Inkontinenz, Dekubitus und Demenz
Eine Pflegematratze ist also nicht nur zum Schlafen gedacht und gemacht, sondern vielmehr eine „Funktionsmatratze”, die die Pflege vereinfachen soll.
Abweichend von der professionellen Pflege-dokumentation
Pflegematratze bei Inkontinenz
Inkontinenz ist die am häufigsten vorkommende Pflegeerschwernis. Pflegematratzen für diesen Anwendungsbereich verfügen daher „von Haus aus” über eine wasser- und schmutzabweisende „Ausrüstung”. Sinn und Zweck ist, das Eindringen von menschlichen Ausscheidungen in das Matratzeninnere zu verhindern. Alternativ oder ergänzend dazu können Matratzenschoner und Inkontinenzauflagen Anwendung finden.
Abweichend von der professionellen Pflege-dokumentation
Pflegematratze bei Dekubitus: Wundliegen effektiv vorbeugen
Zweithäufigste Pflegeerschwernis ist das Wundliegen (Dekubitus), insbesondere bei langen Liegezeiten. Es handelt sich dabei um offene, nicht selten entzündete und schmerzende Hautpartien, hervorgerufen durch Druck oder Reibung. Die schadhaften Hautstellen können sich im weiteren Verlauf zu nässenden, infektionsanfälligen Geschwüren weiterentwickeln. Um dem Wundliegen vorzubeugen, wurden Weichlagerungsmatratzen entwickelt, die meist aus Visco- und Kaltschaum bestehen und mit ihrem Aufbau den Körperdruck um etwa die Hälfte reduzieren. Luftumwälzende Wechseldruckmatratzen bieten eine weitere Möglichkeit der Druckentlastung.
Pflegematratze bei Demenz: Ruhiger schlafen trotz innerer Unruhe
Demenzerkrankte (siehe auch: Umgang mit Demenz)wiederum haben mit Problemen anderer Art zu kämpfen. Häufig sind sie getrieben von innerer Unruhe und leiden unter Ein- und Durchschlafstörungen. Pflegematratzen mit gutem „Liegegefühl” und Absorption von Bewegungen sollen vor diesem Hintergrund für einen ruhigeren und tieferen Schlaf sorgen – und nächtlicher „Bettflucht” vorbeugen helfen.
2. Pflege- sachleistungen (Kombinations- pflege)
Abweichend von der professionellen Pflege-dokumentation

Abweichend von der professionellen Pflege-dokumentation
Pflegematratze kaufen: Größe, Härtegrad und Passform
Wie normale Matratzen auch, müssen Pflegematratzen mit dem Körpergewicht des Pflegebedürftigen harmonieren – je nach persönlichem Geschmack sind sie darüber hinaus in unterschiedlichen Härtegraden erhältlich. Meist sind sie direkt schon für die üblichen Pflegebetten konzipiert, daher ist die 200-Zentimeter-Länge bei Pflegematratzen Standard.
Kostenübernahme: Wer zahlt die Pflegematratze?
PFLEGETIPP: Gegebenenfalls liegt nicht nur eines der beschriebenen Probleme vor, sondern eine Kombination von zwei oder mehr Erschwernissen. Ihr Pflegedienst wird Sie dann gern dazu beraten, welche Lösung sich in diesem Fall anbietet.
KOSTENÜBERNAHME: Vor der Anschaffung einer Pflegematratze am besten die Kostenübernahme durch die Kranken- oder Pflegekasse vorab bereits klären. Bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung und medizinischer Notwendigkeit (Begründung) wird die zuständige Kasse die Kosten größtenteils übernehmen – auch ohne Vorliegen eines Pflegegrads.





