Die sommerlichen Temperaturen sind für alle Menschen eine Herausforderung. Besondere Verhaltenstipps sollten allerdings vor allem Senioren im Sommer beherzigen, um sich vor den Belastungen der Hitze zu schützen.

Die Pflegeagentur 24 hat 5 hilfreiche Tipps für jeden, aber vor allem für unsere Senioren.

Direkte Sonneneinstrahlung im Sommer über einen längeren Zeitraum vermeiden

Schonen Sie Ihren Kreislauf und bleiben Sie in den heißen Mittags- und Abendstunden im Innenbereich. Falls die Möglichkeit besteht, dunkeln Sie die Räume mit Rollos ab, damit die wärmenden Sonnenstrahlen nicht eindringen.

Aufenthalte im Freien nach Möglichkeit nur am Morgen oder Abend

Falls die Notwendigkeit besteht vor die Tür zu gehen, dann am besten in den frühen Morgenstunden oder am Abend ab 18 Uhr. Denken Sie an einen ausreichenden Lichtschutzfaktor, luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung.

Bei medizinischen Notfällen sofort den Rettungsdienst alarmieren

Ein Hitzschlag oder Sonnenstich sind immer ein Notfall und muss umgehend ärztlich versorgt werden. Hier darf nicht gezögert werden, es muss dringend ein Notruf unter 112 erfolgen! Bis der Notdienst eintrifft, sollte die betreffende Person in den Schatten gebracht werden.

Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

Trinken, trinken und nochmals trinken – dies gilt für Alt und Jung – nicht nur im Sommer. Jedoch sollte im Alter mit dem Arzt geklärt werden, wie viel Flüssigkeit zu sich genommen werden darf. Die entsprechende Trinkmenge sollte über den gesamten Tag verteilt werden, um eine gleichmäßige Flüssigkeitsaufnahme zu gewährleisten.

Auf leichte Kost und regelmäßige Mahlzeiten gegen verminderten Appetit setzen

Bei älteren Menschen ist häufig ein verminderter Appetit zu beobachten, der sich bei hohen Temperaturen nochmals verstärkt. Leichte Kost, die in drei bis fünf kleine Mahlzeiten aufgeteilt wird, kann hier unterstützen.

Kommen Sie gut durch den Sommer und passen Sie auf sich auf!

Wohnung abkühlen – unsere Ergänzung zum Beitrag:

Bei hohen Temperaturen gilt: Innenräume aufsuchen und die Hitze draußen halten. Doch wie bleibt es auch drinnen angenehm kühl? Wir haben hilfreiche Tipps zusammengestellt, mit denen sich die Wohnung effektiv abkühlen lässt.

1. Richtig lüften – nur zu den kühlen Tageszeiten

Lüften Sie ausschließlich dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen – also früh morgens oder spät abends. Tagsüber sollten Fenster möglichst geschlossen bleiben, damit keine warme Luft in die Wohnung gelangt.

2. Sonneneinstrahlung konsequent vermeiden

Der wichtigste Faktor gegen Überhitzung ist der Schutz vor direkter Sonne. Außenliegende Rollläden, Jalousien oder Markisen sind dabei besonders effektiv. Falls diese nicht vorhanden sind, helfen auch helle Vorhänge oder reflektierende Sonnenschutzfolien, um zumindest einen Teil der Wärme abzuwehren.

3. Wärmequellen im Haushalt reduzieren

Viele elektrische Geräte erzeugen unbemerkt Wärme. Fernseher, Computer, Ladegeräte oder Lampen sollten daher nur dann eingeschaltet sein, wenn sie wirklich benötigt werden. Auch das Kochen mit dem Backofen sollte an sehr heißen Tagen möglichst vermieden werden.

4. Ventilatoren sinnvoll einsetzen

Ein Ventilator senkt zwar nicht aktiv die Raumtemperatur, sorgt jedoch durch die stetige Luftbewegung für ein deutlich angenehmeres und frischer wirkendes Raumklima. Besonders effektiv ist der Einsatz in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Außentemperaturen sinken. In Kombination mit geöffneter Fensterlüftung kann so die kühlere Nachtluft optimal genutzt werden. Ein praktischer Tipp: Stellen Sie den Ventilator beim Zubettgehen auf einen Timer, um die frische Abendluft gezielt für einen erholsameren Schlaf zu nutzen.

5. Feuchtigkeit für natürliche Abkühlung nutzen

Ein einfaches Hausmittel ist die Verdunstungskälte: Feuchte Tücher vor das offene Fenster hängen oder eine Schale mit Wasser im Raum aufstellen. Auch leicht angefeuchtete Textilien im Schlafzimmer können die gefühlte Temperatur senken.

6. Wohnung nachts „durchkühlen“

Nutzen Sie die Nacht gezielt, um die gespeicherte Wärme aus der Wohnung zu bekommen. Dazu alle Fenster weit öffnen und für Durchzug sorgen. Morgens sollten Fenster und Rollläden dann wieder geschlossen werden, bevor es draußen wärmer wird.

7. Helle Materialien und Textilien verwenden

Helle Farben reflektieren Sonnenlicht besser als dunkle. Leichte Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen sowie helle Gardinen helfen zusätzlich dabei, die Hitzeentwicklung in Innenräumen zu reduzieren.